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Ultrawide Monitore – Was ist das?

Der Markt an Ultrawide Monitoren wächst derzeit rasend schnell. Die Flut an Neugeräten verunsichert die Kunden und stellt sie eher vor Fragen, als vor Kaufempfehlungen. Viele Interessiere wissen einfach nicht für welchen Monitor sie sich entscheiden sollen. Zudem sind die Datenblätter und Produktbeschreibung meist voll mit Marketing-Phrasen und nicht aussagekräftig genug.

In den Medien hört man sehr viel über Ultrawide oder Widescreen Monitore – doch was ist damit eigentlich gemeint? Welche Anschlüsse braucht man dafür? Welche Auflösung bietet ein Ultrawide Monitor? Welche Größe sollte ein Widescreen Monitor haben? Lieber LG oder Samsung? 34 Zoll Monitor oder 29 Zoll Monitor? Genau das wollen wir auf dieser Seite beantworten. Wir hoffen, dass unsere Ultrawide Monitor Testberichte Ihnen helfen den richtigen neuen Monitor zu kaufen. Was wir wollen: Mit der richtigen Ultrawide Monitor Kaufberatung zum perfekten Widescreen Monitor zu verhelfen.

Was sind eigentlich Ultrawide Monitore?
Bei den ersten TFT-Monitoren in den 90er Jahren waren 4:3 Formate üblich – inzwischen wurden diese fast komplett von „Wide Formaten“ wie 16:9 oder 16:10 verdrängt. Die absolute Neuheit sind aber nun Ultrawide Monitore mit dem Format 21:9 – dieses Ultra Wide Format wird unter anderem auch im Kino verwendet. So kann man beispielsweise Filme am eigenen Rechner ohne die typischen schwarzen Ränder genießen.
Die Ultrawide Technologie wurde markteingeführt, um dem Betrachter eine Vergrößerung des Bildes bzw. der Arbeitsfläche zu bieten. Statt wie bisher auf zwei Monitore zu setzen - beispielsweise als Hauptmonitor für eine Anwendung plus Zweitmonitor für die Arbeitswerkzeuge und -paletten - macht eine Ultrawide Monitor Lösung ein zusätzliches Display überflüssig. Ein Widescreen Monitor im Seitenverhältnis von 21:9 bietet genügend Fläche, um gleich 3 DIN A4 Seiten nebeneinander anzeigen zu lassen. Das Bild wird noch einmal subjektiv vergrößert, wenn man sogar vor einem Ultrawide Curved Monitor sitzt. Hat man eine relativ mittige Sitzposition vor dem Curved Display eingenommen, so ist die vollständige Oberfläche des Monitors - ganz gleich, ob in der Mitte oder an den Rändern - in einer fast gleichmäßigen Entfernung zu den Augen. Dadurch kommt es zu geringeren Verzerrungen im Vergleich zu einem flachen Display. Zudem verbessert sich der subjektive Eindruck der Bildtiefe, was sich gerade bei Widescreen optimierten Games widerspiegelt. Somit ist der Hauptunterschied gegenüber flachen Ultrawide Monitoren lediglich die gebogene Bildoberfläche. Nichtsdestotrotz bieten sowohl 29 Zoll Monitore als auch 34 Zoll Monitore eine deutlich größere Arbeitsfläche um mit vielen Programmen gleichzeitig arbeiten zu können. Ein weiterer Vorteil gegenüber Monitoren im 4:3 oder 16:10 Format ist der bei fast allen Modellen angebotene Split-Screen Modus. Das bedeutet, dass sich an einen Widescreen Monitor gleich zwei unterschiedliche Quellen anschließen lassen können. So kann beispielsweise auf einer Hälfte das Notebook angeschlossen werden, während auf der anderen Hälfte der BluRay-Player einen Film wiedergibt.

Beim Kauf eines Ultra Wide Monitors gelten nach wie vor die selben Kriterien wie bei einem "normalen" Display. Die Ausstattung ist bei jedem Monitor anders. Besonders wichtig ist deshalb: Informieren Sie sich hier genau über die ins Auge gefassten Displays – mit Hilfe von unseren Testberichten.

Welchen Anschluss brauche ich?
Bei der noch jungen Modellpalette der Ultrawide Monitore sowie Ultrawide Curved Monitore gibt es diverse Anschlussmöglichkeiten: HDMI, Display Port, DVI sowie Thunderbolt und neuerdings auch USB-C – welchen Anschluss braucht man nun? Die älteste Anschlusstechnik VGA, welche die Signale zwischen Monitor und PC noch analog überträgt und anschließend am Monitor digitalisiert, kommt an 29 Zoll und 34 Zoll Widescreen Monitoren überhaupt nicht mehr zum Einsatz. Auch die Weiterentwicklung des VGA, der DVI-Anschluss - der direkt Signale in digitaler Form überträgt – ist kaum noch wiederzufinden. Er bietet zwar eine deutlich bessere Bildqualität, ist allerdings nicht in der Lage, mit modernen Auflösungen wie beispielsweise FullHD oder 4K umzugehen.
Statt dieser beiden noch an vielen PCs bzw. Grafikkarten im Einsatz befindlichen Anschlüsse setzen die Hersteller von Ultrawide Monitoren auf neuere Technologien, wie HDMI, DisplayPort und Thunderbolt. Für Mac-User bietet LG in seinem Top-Modell sogar den USB C Anschluss an.

HDMI ist eine Abkürzung für High Definition Multimedia Interface. Dieser mittlerweile zum Standard gewordene Anschluss bietet weitaus höhere Datenübertragungsraten, die auch hohe Auflösungen wie FullHD ermöglichen. Zusätzlich werden Video- und Audio-Signale gleichzeitig übertragen. Dies ist auch der Hauptgrund warum sich die Technik fast überall durchgesetzt hat. Moderne Unterhaltungsgeräte wie BluRay-Player, Spielekonsolen, Laptops etc. setzten auf eine Übertragung mit dem Standard von HDMI. Aber auch hier gibt es Unterschiede – die aktuell modernste Auflösung (Ultra HD) kann HDMI 1.4 nicht mehr übertragen – dafür ist die Weiterentwicklung HDMI 2.0 notwendig.

Eine weitere Möglichkeit den neuen Ultrawide Monitor anzuschließen ist der 2006 eingeführte DisplayPort. Mit Display Port 1.2 lassen sich Signale verlustfrei beispielsweise auf einen neuen Monitor mit 4K Auflösung und 60 Hz Bildwiederholungsrate übertragen. Unsere vorgestellten Ultra Wide Monitore besitzen alle diesen Anschluss ab Werk.

Ein weiterer Anschluss-Standard, der gerade bei Apple Benutzern beliebt ist und sich hohen Zuwachsraten erfreut, ist Thunderbolt. 2011 von Intel und Apple entwickelt, erlaubt dieser Übertragungs-Standard Datenübertragungen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,2 GB/s, der Nachfolger Thunderbolt 2 schafft sogar das Doppelte! Zudem ermöglicht es dieser Anschluss, bis zu 6 Geräte aneinanderzureihen, sofern diese ebenfalls über zwei Thunderbolt Ports verfügen. Man spricht dabei auch von Daisy Chain. Hier lässt sich dann beispielsweise eine Thunderbolt-Festplatte an den Monitor anschließen, ohne dass dabei Qualitäts- oder Geschwindigkeitseinbußen entstehen.

Welche Auflösung soll ich wählen?
Bei den neuen 21:9 Monitore haben sich zwei Auflösungsvarianten durchgesetzt: UWHD und UWQHD. Bei UWHD spricht man von einer Auflösung von 2560x1080 Pixeln, bei UWQHD sind es sogar 3440x1440 Pixel. Wer nicht über die neuste Technik verfügt und eine nicht besonders schnelle Grafikkarte besitzt, sollte sich vorher beim Hersteller seiner Hardware informieren, ob diese Auflösungen unterstützt werden. Mitte 2016 wurde von LG sogar eine weitere Displaygröße markteingeführt. Mit 38 Zoll und einer Auflösung von 3840x1600 sprengt dieses Display alles bisher dagewesene.

Kontrast – statisch oder dynamisch - worauf kommt es an?
Der Kontrast ist per Definition ganz simpel erklärt: es geht um das Verhältnis zwischen zwei Farben – genau genommen zwischen Weiß und Schwarz. Kann ein Display einen weißen Punkt 5000 mal heller darstellen als einen Schwarzen so besitzt dieser Monitor ein Kontrastverhältnis von 5000:1. Dieser Wert wird auch als statischer Kontrast bezeichnet. Die meisten Hersteller geben aber selten diesen Wert an. Aus marketingtechnischen Gründen wird lieber auf den dynamischen Kontrast gesetzt. Dieser ist um ein weit vielfaches höher und kommt so bei Kaufinteressierten besser an - je höher desto besser. Beim dynamischen Kontrast regelt das Display des neuen Ultrawide Monitors die Helligkeit des dargestellten Bildes – so werden beispielsweise dunklere Bildteile noch dunkler dargestellt, hellere mit Hilfe der Hintergrundbeleuchtung noch mehr aufgehellt. Dadurch wird der Kontrast quasi hardwareseitig erhöht.

Wie hell muss ein Ultrawide Monitor sein?
Die Helligkeit eines Objekts wird in Candela angegeben. 1 Candela entspricht der Helligkeit einer Kerze. Bei Displays wird diese Einheit kombiniert mit Quadratmetern, somit entsteht die Kennzahl cd/m². Moderne Monitore haben eine Helligkeit von mindestens 300 cd/m², High-End Displays, die vor allem bei Fotografen oder Agenturen eingesetzt werden schaffen sogar 400 cd/m² oder mehr. Empfehlenswertes ist ein möglichst hoher Wert, wobei mit 300 cd/m² schon optimale Ergebnisse erzielt werden und es für den üblichen Hausgebrauch vollkommen ausreichend ist. Wichtiger als die Helligkeit ist jedoch, dass das Display gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Bei älteren Modellen waren die Ecken oft schlecht ausgeleuchtet. An diesem Manko arbeiten aber die meisten Hersteller und verbauen immer bessere Displays, um das typische IPS Glowing zu vermeiden.

Welche Größe ist ideal?
Welche Bildschirmdiagonale der neue Ultrawide Monitor haben sollte, hängt vor allem von der vorgesehenen Verwendung und nicht zuletzt von Ihrem Budget ab. Ein Trend ist klar abzusehen: Die Größe in Zoll nimmt zu. Vor einigen Jahren waren 17 Zoll TFT-Monitore noch das Nonplusultra, heute hat kaum noch jemand so ein kleines Gerät auf seinem Schreibtisch stehen. Und um seine Arbeitsfläche zu vergrößern, hat man meist mehrere Monitore nebeneinander gestellt um einen größeren Desktop zu haben. Mit der Erfindung und Verbreitung des Widescreen-Formats von 16:9 haben sich diese Systeme allerdings aufs Abstellgleis begeben. Weit verbreitet sind derzeit Modelle mit 21 oder 24 Zoll. Sie bieten relativ viel Platz auf dem Desktop und lassen den Benutzer etwa 2 DIN A4 Seiten nebeneinander betrachten, ohne jeweils vom anderen Dokument überlagert zu werden. Mit den Ultrawide Monitoren ist aber nun ein Seitenverhältnis von 21:9 möglich, was für noch mehr Platz und Arbeitsfläche sorgt. Für Gaming und den normalen Hausgebrauch reichen 29 Zoll Monitore schon vollkommen aus. Wer aber über die nötige Hardware verfügt und noch mehr Wert auf eine hohe Auflösung bei beispielsweise Bildbearbeitung oder Videoschnitt legt, sollte zum 34 Zoll Monitor greifen. Auch für Heimkino-Atmosphäre oder noch imposanteres "Feeling" beim Gaming ist ein 34 Zoll Ultrawide Monitor ideal! Mit 38 Zoll wird über kurz oder lang die nächste Stufe erreicht, ein erstes Modell wird von LG sogar schon angeboten.

Welche Reaktionszeit ist sinnvoll?
Die Reaktionsgeschwindigkeit wird vom Hersteller als GTG (grey to grey) oder Schwarz zu Schwarz bezeichnet. Angegeben wird diese in ms (Millisekunden). Diese beschreibt, wie schnell das Display zwischen zwei Schwarzwerten wechseln kann. Die Herstellerangabe ist oft mit Vorsicht zu genießen, da es sich meist um als Richtwerte der jeweiligen Hersteller handelt. Besonders beim Gaming ist die Reaktionszeit von großer Bedeutung. Ist sie zu gering, kann es zu unschönen Effekten auf dem Bild kommen. So tauchen bei schnellen Bewegungen etwa Schlieren auf und das Bild wirkt insgesamt verschwommen. Dieser Effekt macht sich teils auch beim Betrachten von Filmen mit schnellen Actionszenen bemerkbar. Generell gilt: Je geringer der Wert in ms, desto besser.

IPS-Panel - Gut oder schlecht?
Die günstigste und meistverbreitete Panel-Technologie ist die TN-Technik. Die Hauptmerkmale: günstige Produktionskosten und schnelle Reaktionszeiten. Diese allerdings oft auf Kosten der Farbwiedergabe.
Fast alle Ultrawide Monitore - mit Ausnahme von Samsung - setzen aber auf IPS Panels. Diese arbeiten zwar ebenfalls mit flüssigen Kristallschichten, liegen allerdings nicht wie bei TN-Panels nebeneinander, sondern übereinander. Dadurch wird eine besonders hohe Blickwinkelstabilität gewährleistet, sehr gute Kontrastwerte erreicht und eine besonders realistische Farbwiedergabe ermöglicht. Ideal für Grafiker und professionelle Anwender. Profi–Gamer scheuen sich oft, ein IPS-Modell zu kaufen, da die Reaktionszeit meist über den der TN-Displays liegt. Mittlerweile bieten aber fast alle Hersteller neuartige Displays mit Reaktionszeiten von 4-5 ms an, das reicht auch für Action-Spiele und flüssige Bewegungsabläufe bei schnellen Bildwechseln. Somit sind aktuelle Ultrawide Monitor Gaming fähig!

Welche Kabel für einen Ultrawide Monitor?
Wer sich für einen neuen Ultrawide Monitor entscheidet, sollte dabei vor allem auf die Verwendung des richtigen Kabels setzten. Leider sind nicht alle Hersteller bereit, passende Kabel zum Lieferumfang beizulegen. Wer die volle UWQHD Auflösung genießen möchte und das nicht nur mit 30Hz Bildwiederholrate, sollte definitiv auf einen HDMI 2.0 Anschluss inklusive eines geeigneten HDMI 2.0 Kabels setzten. Alternativ sind aber auch DisplayPort Kabel ab 1.2 vollkommen ausreichend. Besitzen Sie einen Apple Mac und möchten Ihren neuen Widescreen Monitor per Thunderbolt verbinden, sollten Sie unbedingt ein passendes Thunderbolt-Kabel dazu bestellen - diese sind im Gegensatz zu HDMI- und DisplayPort-Kabeln deutlich teurer und werden von keinem Hersteller mitgeliefert. Welche Kabel wir empfehlen, erfahren Sie in unserer Zubehör-Rubrik.

Was kosten Ultrawide Monitore?
Erst gegen Mitte 2013 wurden die ersten Ultrawide Displays auf den deutschen Markt eingeführt – zu diesem Zeitpunkt noch zu einem fast unerschwinglichen Kurs. Preise bis weit über 1.500 € waren da noch üblich. Doch seitdem hat sich viel getan: aufgrund der hohen Nachfrage fallen die Preise. 29 Zoll Monitore kosten nicht mehr als ein 24 oder 27 Zoll Display, es gibt Einsteigermodelle weit unter 400€. Und selbst 34 Zoll Displays sind mittlerweile für den normalen Konsumenten bezahlbar. Angefangen bei etwa 500€ bis hin zu Mittelklassemodellen und Gaming Monitoren um 1000€ herum. Bei vielen Ultrawide Monitor Vergleichen tauchen auch schon mal Modelle mit einem Preis von mehr als 1500€ auf. Der Preis hängt natürlich vor allem von der Größe, dem verwendeten Panel und der Ausstattung ab. Die Preise zwischen einem 29 Zoll oder 34 Zoll Monitor schwanken relativ stark – man sollte sich also gut überlegen, welche Anforderungen man an den Ultrawide Monitor hat. Einen guten Überblick erhalten Sie mit Hilfe unserer Ultrawide Monitor Vergleichstabelle. Bei unserem Ultrawide Monitor Vergleich achten wir ganz besonders darauf, alle Modelle objektiv miteinander zu vergleichen und so zur optimalen Kaufentscheidung beizutragen.

Viele stehen beim Ultrawide Monitor kaufen vor vielen schwierigen Fragen. Wir haben die wichtigsten davon auf dieser Seite zusammengefasst und wollen Ihnen damit die Kaufentscheidung erleichtern.